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Azubi-Mindestlohn 515 EUR

Am 15.05.2019 hat das Bundeskabinett eine Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende im ersten Lehrjahr beschlossen.
Demnach sollen Azubis mit mindestens 515 Euro im Monat vergütet werden. Ab 2022 steigt die Vergütung auf 585 Euro und ab 2023 sogar auf 620 Euro.
Einschränkungen bestehen lediglich bei tarifgebundenen Unternehmen.
Gewerkschaften fordern sogar, dass Azubis 80 % der durchschnittlichen Tarifvergütung aller Berufe erhalten sollen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund erhofft sich dadurch eine Senkung der Abbrecherquote bei einem Anreiz der höheren Vergütung.
Besonders im Handwerk sei dies spürbar. Im Friseurhandwerk beendet lediglich jeder Zweite seine Ausbildung.
Für das Ludwig-Fröhler- Institut (LFI) hingegen seien Betriebsklima, eine gute Aufstellung, Übernahme- und Karrierechancen wichtiger als die Vergütung.

Die möglichen Auswirkungen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung in einer Simulation untersucht.
Diese zeigt, dass etwa elf Prozent aller Ausbildungsbetriebe in Deutschland von einer Mindestentlohnung für Auszubildende betroffen wären.
Besonders  Handwerksbetriebe und kleinere Betriebe seien dadurch herausgefordert.

Quelle: handwerk magazin, Artikel vom 16.05.2019