Urlaub: Das sollten Arbeitgeber und Mitarbeiter wissen

Urlaubstage sind in der Regel im laufenden Jahr zu nehmen und nur auf das Folgejahr zu übertragen, wenn dringende betriebliche oder persönliche Gründe des Arbeitnehmers wie Krankheit vorliegen. (BUrlG § 7).
Sind Resturlaubstage vom Arbeitnehmer nicht verplant, ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass die Urlaubstage auch tatsächlich genommen werden.  Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Az.: 9 AZR 541/15) ist der Arbeitgeber in der Nachweispflicht und muss belegen können, dass er den Mitarbeiter an den Verfall seiner Resturlaubstage erinnert hat.

Als zusätzliche Lohnsonderleistung gewährt fast jeder zweite Betrieb in Deutschland Urlaubsgeld. Diese Sonderleistung wird mit dem monatlichen Lohnentgelt steuer– und sozialversicherungspflichtig.
Als steuerfreie Alternative zum Urlaubsgeld zählt die Erholungsbeihilfe. Es dürfen jährlich jedem Mitarbeiter bis zu 156 EUR, für dessen Ehegatten 104 EUR und pro Kind 52 EUR ausbezahlt werden. Übernimmt der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlags und Kirchensteuer, bleibt dem Arbeitnehmer das Entgelt brutto für netto.Bei einer 4 köpfigen Familie wären es 364 EUR, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ohne Abzüge für den Arbeitnehmer auszahlen kann (§40 Abs. 3 EStG).

Quelle: Deutsche Handwerkszeitung 28.05.2019, 27.05.2019

 

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